Leichtathletik

Über uns
Trainingszeiten (jeweils im Brettachtalstadion):
Gruppe 5 – 8 Jahre:
Leitung: Annett Hermann
Trainingszeiten: Donnerstag 17.00 – 18.00 Uhr
Achtung: hier können derzeit keine neuen Kinder aufgenommen werden
Gruppe 9 – 11 Jahre:
Leitung: Jessica Geiger & Vanessa Henke
Trainingszeiten: Donnerstag 18.00 – 19.30 Uhr
Achtung: hier können derzeit keine neuen Kinder aufgenommen werden
Gruppe ab 12 Jahre:
Leitung: Anke Höpfer
Trainingszeiten: Montag 17.30 – 19.00 Uhr & Donnerstag 18.00 – 19.30 Uhr
Wir suchen dich!
Für unsere Schüler-Leichtathletik suchen wir eine/n ehrenamtliche/n Übungsleiter/in bzw. Trainer/in zur Verstärkung unseres Teams. Eine Trainerlizenz ist nicht erforderlich. Aus- und Weiterbildungen werden finanziert.
Wir bieten seit vielen Jahren Kindern und Jugendlichen ein leistungsorientiertes Training, bei dem der Spaß und die individuellen Fähigkeiten des/der Einzelnen im Fokus stehen.
Für nähere Infos wendet euch an
Kevin Würth, Abteilungsleiter Leichtathletik, leichtathletik@tsg-bretzfeld.de
Beiträge
Leichtathletik 10-Kilometer–Lauf Rheinzabern
Man könnte es wie ein modernes Wintermärchen beginnen lassen:
„Es war an einem Sonntagmorgen im Dezember als Fred sich aufmachte ins pfälzische Rheinzabern…“, wäre es nicht morgens um 7:15 Uhr und bei mehr als ungemütlichem Wetter gewesen. Auch der Zweck der Reise – 10 Kilometer bei eben diesen Bedingungen zu laufen – versprach nicht gerade märchenhaft zu werden. Aber Läufer klagen nicht, sie laufen einfach.
Es galt, die bisher erzielten Trainingsleistungen zu überprüfen. Der Trainingsaufbau war bis dato dank keinerlei krankheitsbedingter Ausfälle sehr gut verlaufen. Der Schwerpunkt war auf Ausdauer gelegt worden, um so eine optimale Grundlage für das Schnelligkeitstraining ab Januar zu legen.
In Rheinzabern wurde einmal mehr die These belegt, dass Läufer kein schlechtes Wetter kennen. Rund 2000 Teilnehmer aller Altersklassen standen an der Startlinie. Zahlreiche Athleten aus dem grenznahen Frankreich verliehen dem Ganzen ein internationales Flair. Landestrainer Boyde, der selbst anwesend war, hatte allen Kader-Athleten einen Start empfohlen, so dass auch ein gewisser interner Wettstreit gegeben war. Das Feld war hochgradig besetzt, was ein schnelles Renntempo erwarten ließ und allen die Möglichkeit bot, einen adäquaten Rennpartner zu finden.
Freds Trainingszeiten waren vielversprechend gewesen. Eine Zeit um die 35 Minuten zu erwarten, aber nicht zwingend. Verletzungsfrei durchzukommen, war oberste Priorität. Auch galt es bei diesen Bedingungen taktisch klug zu laufen. Ein zu hohes Tempo zu Beginn könnte sich am Ende rächen.
Nach drei Viertel der Strecke passierte Fred seine Trainerin Anke Höpfer, signalisierte, dass alles in Ordnung war, und bekam grünes Licht für einen Antritt auf den letzten Kilometern.
Zu diesem Zeitpunkt ließ die Zwischenzeit schon ein überragendes Ergebnis erwarten.
Anke war aufgrund einer Abkürzung vor Fred im Stadion und durfte wieder einmal Zeugin einer unfassbaren Willensleistung von Fred werden. Nach dem Einlauf ins Stadion zog Fred noch einmal das Tempo an und spurtete in der Manier eines 800m-Läufers, der er nun einmal ist, Richtung Ziel.
Die Endzeit von 33:35 min konnten weder er und noch weniger seine Trainerin kaum glauben. Die Anerkennung des Landestrainer war ihm gewiss.
Und so könnte das Wintermärchen von Rheinzabern mit den Worten enden: „Sie verließen glücklich und zufrieden die ferne Pfalz, um sich aufzumachen in neue Gefilde, die die anstehende Hallensaison für sie bereithielt.“

Emilia Bauke mit phantastischer Bestzeit
Es waren die ersten württembergischen Meisterschaften im Freien für Emilia und entsprechend groß war die Anspannung. Es galt die Nerven zu bewahren, was bei der spannungsgeladenen Atmosphäre im Stuttgarter Stadion an der Festwiese kein leichtes Unterfangen war. Mit der neuntbesten Laufzeit gemeldet, konnte das Minimalziel nur lauten: ein Platz unter den besten Acht, um wenigstens eine Medaille mit nach Hause zu nehmen.

Die Laufeinteilung sah Bahn 6 für Emilia vor. Ein eher ungünstiges Los, da man die Konkurrentinnen nicht im Blick hat. Es galt also von Anfang an mutig vorneweg zu laufen. Ein Zucken im Startblock ließ einem fast das Herz stillstehen. Die Kampfrichter zeigten sich milde und schickten die Athletinnen auf die Strecke. Mit einem unglaublichen Anfangstempo konnte sich Emilia bereits nach 100m mit Lara Huber aus Sindelfingen vom Rest des Feldes absetzen. Nach 200 m war klar, dass die beiden das Rennen unter sich ausmachen würden. Am Ende hatte die Athletin aus Sindelfingen das größere Stehvermögen und gewann diesen Lauf. Emilia hatte alles gegeben und lief mit einer neuen Bestzeit von 43,58 sec über die Ziellinie. Das war eine Verbesserung von 9 Zehnteln ihrer bisherigen Bestzeit.
Nachdem der zweite Lauf mit den schnelleren Läuferinnen durch war, war klar, dass es Emilia auf Rang 6 geschafft hatte. Lediglich eine Tausendstelsekunde hinter Mia Sewell aus Neckarsulm Was für ein tolles Ergebnis!

Text und Bilder: Anke Höpfer
Fred Fuchß pulverisiert beim Saison-Höhepunkt seine Bestzeit
Mit einem Athleten und einem Betreuer zählten wir wohl zu den kleinsten Teams bei den Deutschen Jugendmeisterschaften im Wattenscheider Lohrheide-Stadion. Aber wie bereits im vergangenen Jahr galt: Bange machen gilt nicht. Auch wenn das nicht immer ganz einfach ist, sieht man die Teams aus Berlin, Dresden und Köln neben sich mit eigenen Vereinszelten und eigenem Physiotherapeuten.
Schon beim Betreten des Lohrheide-Stadions spürte man die spannungsgeladene Atmosphäre. Hier waren die besten Athleten und Athletinnen der Altersklasse U18 und U20 auf dem Sprung in die Aktivenklasse vertreten. Die jugendliche Leichtigkeit aus dem vergangenen Jahr ist Vergangenheit.

Für Fred galt es, all das nicht an sich heranzulassen. Als 24. von 30 Teilnehmern bei den U18 gemeldet, konnte er nichts verlieren, sondern nur gewinnen. Aus vier Vorläufen konnten sich nur die jeweiligen Sieger und die vier Zeitschnellsten für das Finale qualifizieren. Zog man in Betracht, dass in der U18 zwei Jahrgänge miteinander starten und gewertet werden und Fred dem jüngeren Jahrgang angehört, war ein Finaleinzug fast unmöglich. Viele aus dem Jahrgang 2008 waren mit Zeiten von 1:55,xx Minuten angereist, Fred hatte zu diesem Zeitpunkt 1:58,08 Minuten auf dem Konto.
Im zweiten Vorlauf, als einziger des jüngeren Jahrgangs, auf Bahn 5 startend, konnte die Renneinstellung nur lauten: mitgehen, soweit die Kräfte reichen, und schauen, was passiert. Zu Beginn des Rennens, noch vom hohen Anfangstempo überrascht, gelang es Fred, nach den ersten 200 Metern die Lücke zu schließen. Mit der schnellsten jemals von ihm gelaufenen ersten Runde war klar, dass es auf eine tolle Zeit hinauslaufen würde. Ein Einbrechen war keine Option.
Auf der Zielgeraden gelang es ihm, den vor ihm laufenden noch zu überholen und nur knapp an Position 4 zu scheitern. Aber die Endzeit von 1:56,66 Minuten war unfassbar gut! Sie reichte am Ende für Platz 12 im Endklassement. In seinem Jahrgang wäre er jedoch Zweiter gewesen. In der aktuellen deutschen Bestenliste der U18 steht er auf Position 16, aber auch hier ist er zweitschnellster seines Jahrgangs.

Auch wenn es in diesem Jahr nicht für das Podest gereicht hat, kann sich die Konkurrenz im nächsten Jahr darauf einstellen, dass der Weg zur Medaille nur über Fred führt.
Fred hat in diesem Jahr eindrucksvoll bewiesen, dass Wille, Disziplin und Mut zum Erfolg führen – unabhängig von der Größe des Heimatvereins.

Gratulation an Fred Fuchß und seine Trainerin Anke Höpfer, die ein aufs andere Mal dafür sorgen, dass wir baff sind, was für Leistungen hier herausspringen!
Bilder/Bericht: Anke Höpfer
Reihenweise Bestleistungen mit Top-Platzierungen
Auch wenn unser Team verletzungsbedingt dezimiert war, glänzten unsere Athletinnen und Athleten zum Saison-Abschluss bei den Frankenmeisterschaften in Neckarsulm noch einmal mit hervorragenden Ergebnissen.
Luise Bauke sorgte mit einer Verbesserung ihrer Bestzeit über 75 m in der Altersklasse W13 von mehr als drei Zehnteln und einer Siegerzeit von 10,28 sec für den ersten Paukenschlag. Im gleichen Wettbewerb wurden Ines Hass Siebte und Annemarie Klein 9.
Zahlreiche Trainingssprünge hatten bei Luise auch im Weitsprung eine Verbesserung der Bestleistung erhoffen lassen. Dass es im Wettkampf dann gleich 20 cm sein würden, war dann schon eine Überraschung. Mit 4,92 cm siegte sie deutlich vor Finja Sommerkorn aus Crailsheim und ihrer Teamkollegin, Ines Hass.

Mit 31,50 m verbesserte Annemarie Klein ihre Bestleistung im Ballwurf gleich um 6 Meter und wurde Vierte.
Wieder einmal bewies Lina Renk, dass sie gerade im Wettkampf ihr ganzes Potenzial abrufen kann. Auch ihr gelang eine Verbesserung ihrer Bestleistung um mehr als 20 cm, so dass sie im Weitsprung der Klasse W12 mit 4,44 m Zweite hinter Minel Karabulut von der TG Böckingen (4,60 m) wurde. Samara Messerschmidt wurde hier Zwölfte und Melissa Koster 19.
Mit guten 22,.50 m wurde Melissa im Ballwurf Siebte.
Auch Ronja Englert siegte mit neuer Bestzeit von 13,82 sec in der Alterklasse W15 über die 100 m.
Ihre Freundin, Emilia Bauke, tat es ihr gleich und sicherte sich mit 44,43 sec den Sieg über die 300 m – Distanz.

Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt: nach diesem Motto verlief der Wettkampf von Luca Kaiser. Selbst unzufrieden mit seinen Leistungen über die 100 m und 200 m- Strecken in der Klasse U20, nahm er seinen Frust mit in den Hochsprung-Wettbewerb, wo er bereits im ersten Versuch über 1.72 m seine bisherige Bestleistung um einen Zentimeter verbesserte. Die daraus resultierende positive Energie nutzte er, um die nächste Höhe von 1.76 m ebenfalls zu überspringen. Eine phantastische Leistung. 1.80 m waren dann an diesem Tag noch zu hoch. Aber man braucht neue Ziele.
Bericht und Bilder: Anke Höpfer
Unerwarteter 4. Platz für Fred Fuchß über 800 m
„Und weiter geht die wilde Fahrt“, damit ließe sich wohl am besten der Gemütszustand von Athlet und Trainer während und nach dem 800 m-Rennen bei den Süddeutschen Meisterschaften in Sankt Wendel beschreiben.
Mit lediglich der elftbesten Zeit angereist, lautete das Minimalziel ein Platz unter den Top-Acht.
Bereits die Laufeinteilung war eher ungünstig: Fred musste sein Rennen, Lauf 2, gewinnen, da in Lauf 3 die sieben Zeitschnellsten starteten, und nur so eine Urkunde in greifbare Nähe kam. Dafür galt es jedoch seine größten Konkurrenten, Dominik Wiedemann (VFL Sindelfingen) und Nico Eberle (LG Farbtex Nordschwarzwalde), hinter sich zu lassen. Der Rennverlauf spielte Fred einmal mehr in die Karten. Hatten die Läufer die erste Runde noch verbummelt, konnte Fred sich erneut auf seine Spurtqualitäten verlassen, setzte sich 250 m vor dem Ziel an die Spitze des Feldes und sprintete Richtung Ziel. Anders als bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften die Woche davor, ließ er sich von Wiedemann nicht mehr einholen und siegte in 1:59,46 min.
Platz 8 war somit gesichert. Auch Lauf 3 entwickelte sich zu einem Bummelrennen. Die Favoriten, Valentin Oplupin (TV Bad Säckingen) und Mathys Vermeiden (SU Neckarsulm), ließen erst auf der zweiten Runde ihre Qualitäten erkennen, indem sie das Tempo in einer Form verschärften, dem die anderen Läufer nichts entgegenzusetzen hatten. Nach dem Zieleinlauf begann das gespannte Warten. Sollten einige aus Lauf 3 langsamer als Fred gewesen sein, würde er in der Platzierung noch nach vorne rücken. Und tatsächlich: sein Mut zahlte sich aus! Die gelaufene Zeit reichte am Ende für Platz 4. Schneller war außer den beiden Favoriten nur noch Philipp Veit vom SSC Koblenz mit 1:58,85 min.

Einmal mehr ein Beleg dafür, dass Meisterschaftsrennen anderen Gesetzmäßigkeiten unterliegen.
Erneut gilt jedoch: Nach dem Wettkampf ist vor dem Wettkampf: Die Vorbereitung für die Deutschen Meisterschaften in Bochum in zwei Wochen können beginnen.

